Väter- und Grossväterarbeit
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Tagesgruppen | Elbhafen und Tangerhafen

Ansprechpartner

Einrichtungsleitung
Birgit Schleinig:
b.schleinigdrk-stendal.de

Elfi Kobielski:
e.kobielski@drk-stendal.de

Mareen Schöndube:
m.schoendubedrk-stendal.de

DRK Kinder- und Jugendhäuser „Anne Frank“
Heerener Straße 29
39590 Tangermünde

Tel.: 039322 / 72 21 10
Fax: 039322 / 72 21 30

Wir freuen uns, dass Sie sich für das Konzept unserer Tagesgruppen Elbhafen in Tangermünde und Tangerhafen in Tangerhütte interessieren.

  • 1. Art der Einrichtung

    Wir bieten eine teilstationäre Hilfe zur Erziehung in einer Tagesgruppe nach den
    §§ 27, 32 und 36 des SGB VIII an.
    Im Rahmen der erzieherischen Hilfe werden Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 14 Jahren aus allen Schulformen betreut und gefördert. Die Hilfeform ist zeitlich befristet für ca. 2 Jahre oder individuell vereinbar.

    1.1 Gesetzliche Grundlagen

    • in Tangermünde, „ Elbhafen“ Haus 4 EG, gemäß § 32,
    • in Tangerhütte, H. Rieke Ring 3 a „ Tangerhafen“,  gemäß § 32

     1.2 Belegung

    Tagesgruppe („Elbhafen“) Tangermünde:

    Die Kinder und Jugendlichen leben im Erdgeschoss eines zweistöckigen Hauses.

    Die Aufnahme- bzw. Platzzahl beträgt 10 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren.

    Im Haus (Etage) befinden sich 2 Gruppenräume, 2 Hausaufgabenzimmer mit Computerarbeitsplatz, 1 Wohnzimmer, ein Entspannungsraum und eine große Wohnküche.

    Des Weiteren gibt es ein Erzieherzimmer und 3 Bäder / Toiletten

    Zur gemeinsamen Nutzung (auch Gruppen übergreifend) gibt es einen Sportraum, einen Entspannungsraum, einen Gruppenraum und 2 Spiel- und Sportplätze.


    Tagesgruppe („Tangerhafen“) Tangerhütte:

    Die Tagesgruppe befindet sich in einer Wohnung des Hauses „Kinderoase“ im Heinrich – Rieke – Ring 3a am Stadtrand von Tangerhütte. Auf dem abgeschlossenen Außengelände befindet sich eine Rasen- und Gartenfläche mit Tischtennisplatte und Spielplatz.

    Der Stadtpark und ein Sport- und Spielplatz befinden sich in unmittelbarer Nähe.

    Im Haus befinden sich 1 großer Gruppen- und Wohnraum, 1 Hausaufgabenraum,

    1 große Küche, 1 Erzieherzimmer und 1 Wintergarten.

    1.3. Fachpersonal

    Personalschlüssel 1: 4

    • Die Pädagogischen Mitarbeiter des Hauses sind qualifizierte Fachkräfte,

    Tangermünde:

    • 2 staatlich anerkannte Erzieherin
    • 1 Musikpädagogin

    Zusatzqualifikation: Psychodrama- Assistentin / Gebärdensprache i. A.

    Tangerhütte:

    • 1 Heilpädagogin
    • 1 staatlich anerkannte Erzieherin

    Wirtschaftsbereich: 

    • stundenweise 1 Hausfrau
    • gruppenübergreifend 1 Hausmeister

    Leitung und Verwaltung Tangermünde:

    • Einrichtungsleiterin
    • Pädagogische Leiterin
    • Haushaltssachbearbeiterin
  • 2. Zielgruppe

    Die Tagesgruppe nimmt zeitlich befristet, im Allgemeinen für ca. 2 Jahre oder individuell vereinbart, Mädchen und Jungen auf.

    Aufnahmealter: 6 – 12 Jahre

    Betreuungsalter: 6 – 14 Jahre

    Das Erleben und Verhalten der Mädchen und Jungen im sozialen Umfeld, im Verhältnis zur eigenen Person oder im Lern- und Leistungsbereich weicht soweit ab, dass allgemeine Bildungs- und Erziehungseinrichtungen wie z.B. Schule, Hort, Familien unterstützende Hilfen nicht ausreichen und eine intensive pädagogische Betreuung notwendig wird, zum Beispiel bei:

    • Entwicklungsverzögerungen
    • gestörten familiären Beziehungen
    • Lern- und Konzentrationsproblemen
    • emotionalen Defiziten
    • Kommunikationsproblemen
    • Mangel an Beziehungs-, Konflikt- und Gruppenfähigkeit
    • Störung des Sozialverhaltens
    • Eingliederung des Kindes in die Familie nach Heimaufenthalt oder Therapieabschluss in einer kinderpsychiatrischen Klinik

    Die Hilfe kann nicht gewährt werden, wenn:

    • es an Freiwilligkeit und dauerhafter Mitwirkung fehlt
    • eine akute Abhängigkeit von Drogen, Alkohol, Medikamente oder anderen Suchtstoffen besteht
    • eine Schwerstpflegebedürftigkeit besteht
  • 3. Aufnahme
    • Aufnahme nach Anfrage
    • Persönliches Vorgespräch und Besichtigung der Gruppe
    • Probezeit = 8 – 12 Wochen
    • Im darauffolgenden Hilfeplangespräch werden die Ziele und die weitere Perspektive besprochen
  • 4. Ziele

    Die Lebenslagen von Familien, Kindern und Jugendlichen werden in ihrer Ganzheitlichkeit und als komplexes soziales System wahrgenommen. Auf dieser Grundlage wird der tatsächliche Hilfebedarf und nicht das „vorhandene“ Hilfsangebot den Hilfeverlauf bestimmen.

    Ziele: 

    • verbesserte Erziehungskompetenz der Eltern
    • verbesserte Erziehungsbedingungen in der Familie
    • aktivierte Selbsthilfepotenziale der Kinder und der Familie im familiären Bezugssystem
    • aufgearbeitete Entwicklungsrückstände des Kindes
    • gestärkte schulische Kompetenz des Kindes
    • soziale Integration in Lebensfeld und Sozialraum
    • gesicherter Verbleib des Kindes in der Familie

    Eine starke Alltags- und Lebensweltorientierung soll erreicht werden durch:

    • entsprechende erzieherische Angebote
    • intensive Elternarbeit, Eltern- Kind - Arbeit und Familienarbeit (Nutzen der Trainings- und Familientage)
    • lebenspraktische Befähigung
    • Kommunikation
    • schulische Förderung
    • Gruppenarbeit zum sozialen Lernen
    • Einzelförderung
    • Beziehungsarbeit
    • Förderung von Kreativität und Selbständigkeit
    • Gesundheitserziehung
  • 5. Methoden und Arbeitsprinzipien

    Die methodischen Grundlagen lassen sich überwiegend aus dem sozial-heilpädagogischen, sozialtherapeutischen und systemischen Handeln ableiten, die stark auf handlungsorientierten und erlebnispädagogischen Ansätzen beruhen.

    Daraus ergibt sich eine lebenspraktische und handlungsorientierte Arbeit sowohl mit dem Kind als Individuum als auch seiner Umwelt, wie Gruppe, Familie, Schule und soziales Umfeld.

    5.1. Arbeitsfeld Gruppe – Verbesserte soziale Kompetenzen des Kindes

    Die Gruppe ist ein pädagogisches und therapeutisches Feld, welches dem Kind Hilfen und Schutz gibt. Hier kann das Kind Beziehungen zu anderen und zu sich selbst eingehen und entwickeln.

    Die Gruppe bietet neben der Befriedigung von Grundbedürfnissen dem Einzelnen die Möglichkeit, Aufgaben entsprechend seinen Möglichkeiten zu übernehmen und

    Mitverantwortung für die Gruppe, den Tagesablauf und sich selbst zu tragen. Er kann hier in seiner Persönlichkeit wachsen und sich mit anderen identifizieren.

    5.2. Gruppenpädagogische Methoden

    • die Verhaltenskontrolle, Techniken der Selbstkontrolle und Selbsteinschätzung, das Lernen am Modell und die Geborgenheit der Gruppe geben dem Kind Sicherheit und zunehmend soziale Kompetenz. Die Gruppe ist außerdem Trainingsfeld. Hier kann sich der Einzelne z. B. erproben im:
    • Geben und Nehmen können
    • gewaltfreien Durchstehen von Konflikten
    • Erkennen von Wünschen und Bedürfnissen anderer
    • Zuhören können
    • Umgang mit Nähe und Distanz
    • Zeigen von Umgangsformen

    Das Vorgehen in kleinen Schritten, das Verstärken positiver Verhaltensmuster und die Selbstreflexion sind Mittel, um gesetzte Ziele zu erreichen.

    5.3. Arbeitsfeld Individuelle Förderung – gestärkte persönliche Kompetenzen des Kindes

    Aus der Arbeit mit der Gruppe ergeben sich Ansätze für eine gezielte Förderung des einzelnen Kindes in den Bereichen:

    • Kenntnisse und Einhaltung von Werten und Normen
    • Einhaltung von Absprachen und Vereinbarungen
    • Führen von Einzelgesprächen mit dem Ziel der Selbstdarstellung von Erreichtem und der Erarbeitung neuer Zielstellungen
    • Entwicklung der Fähigkeit einer realistischen Selbsteinschätzung
    • Entwicklung von Kommunikationsfähigkeiten
    • Anleitung zur selbstständigen Einhaltung von Körperhygiene, des Tragens sauberer Kleidung und eines äußerlichen Ordnungssinns
    • Entspannungs- und Konzentrationsübungen
    • Aufarbeitung schulischer Defizite
    • Bedarfsanalyse zum Heranziehen externer Fachkräfte (z.B. Psychologe, Logopäde)

    5.4. Arbeitsfeld Schule – geförderte schulische Kompetenz des Kindes

    Erste und wichtigste Aufgabe der schulischen Förderung ist es, den Schülern wieder Zugang zu schulischen Erfolgen zu vermitteln, damit aus diesen Erfolgen wiederum eigenständige Motivation und Leistungsbereitschaft sowie Zutrauen in die eigene Leistungsbereitschaft erwachsen kann.

    Die Begleitung der schulischen Förderung erfolgt in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit den entsprechenden Schulen, den Lehrern, Schulsozialarbeitern und der Beratungsstellen. Die Art und Weise und der Rhythmus der Zusammenarbeit werden geregelt.

    Methoden der schulischen Förderung sind:

    • tägliche Gespräche über den erlebten Schultag (somit Aufarbeitung des Erlebten)
    • tägliche Erledigung der Hausaufgaben am eigenen Arbeitsplatz in ruhiger Atmosphäre
    • Training des selbstständigen Packens der Mappe
    • Vorbereitung auf den nächsten Schultag über die schriftlichen Hausaufgaben hinaus
    • Hilfe und Anleitung zum Erlernen von Lerntechniken
    • Erziehung zur Sauberkeit, Sorgfalt und Ordnung in den Schulsachen
    • Aufarbeitung von Defiziten durch gezielte zusätzliche Übungen
    • Bewusstmachen von Erfolgen und Erkennen von Teilerfolgen
    • Konzentrations- und Entspannungsübungen
    • spielerisches Lernen in der Freizeit durch geeignete Spielangebote
    • Hausaufgabentraining mit Eltern und Kind in der Tagesgruppe
    • ständige Einbeziehung der Eltern (Hausaufgaben am Wochenende)
    • Beratung der Eltern zur Schullaufbahn in Zusammenarbeit mit den Schulen
    • auf Wunsch Unterstützung der Eltern bei Schulkontakten
    • Teilnahme an schulischen Höhepunkten wie z.B. Schulfesten

    5.5. Arbeitsfeld Familie – gestärkte elterliche Kompetenz und geklärte Beziehungs- und Kommunikationsstrukturen

    Durch die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Familie soll der Versuch unternommen werden, die familiären Beziehungen so zu verändern, dass ein gemeinsames Zusammenleben langfristig möglich ist. Die teilweise räumliche Trennung bietet den Rahmen für Entlastung und Neuorientierung.

    Methoden der Eltern – und Familienarbeit sind :

    • Familien- und Trainingstag ( alle Kinder sind an diesem Tag in ihren Familien)
    • Eltern- Kind-Gespräche bzw. Elterngespräche in der Familie oder in der Tagesgruppe
    • Training in häuslicher Umgebung mit den vorhandenen Möglichkeiten unter Einbeziehung der gesamten Familie (z.B. Ankomm-training, Hausaufgaben-Training)
    • gemeinsame Entwicklung von Strategien zur Bewältigung von Problemen bzw. Krisen
    • Erleben von Beziehungen, Miteinander, Rollenverteilungen bzw. Rollenzuteilungen innerhalb des Familienverbandes
    • Kennen lernen der Verhaltensweisen des Kindes im Haushalt
    • Erkennen von Ressourcen (Was kann geleistet werden und was nicht?)
    • Einblick in aktuelle Veränderungsprozesse – Hilfen schneller abstimmbar
    • individuelle und intensive Arbeit vor Ort
    • Kontinuität in der Elternarbeit
    • Training und Lernen in Form von Praxiserprobung
    • Arbeit mit Familienauftrag – gemeinsame Bearbeitung von Kind und Eltern
    • Möglichkeit des Pflegens von Außenkontakten (Freundschaften, Sportvereine etc.)
    • Förderung gemeinsamer Unternehmungen zwischen Eltern und Kind
    • bewusste Integration des Kindes im Familienverband, trotz Besuch der Tagesgruppe
    • Rufbereitschaft ist gewährleistet

    Die Arbeit mit den Eltern orientiert sich grundsätzlich an der Lebenswirklichkeit der Familien. Deshalb ist ein Kennen lernen des sozialen Umfeldes der Kinder in ihrer häuslichen Umgebung ebenso unabdingbar wie der Aufbau eines vertrauensvollen Verhältnisses zwischen Eltern und Mitarbeitern der Tagesgruppe. Nur die Bereitschaft für ein Miteinander von allen Beteiligten, also Familie, Kind und Tagesgruppe ermöglicht das Erkennen von Problemen und deren Bearbeitung.

  • 6. Besonderheiten
    • Elternzusammenkünfte mit Erfahrungsaustausch
    • Hospitationsmöglichkeit in der Tagesgruppe
    • Trainingsangebote in der Tagesgruppe (z.B. Hausaufgabentraining, Einnahme von Mahlzeiten, Freizeitgestaltung)
    • Einbeziehung in die unmittelbare Tagesgruppenarbeit bei der Gestaltung von
    • Festen und Höhepunkten (z.B. Weihnachtsfeier, Lesenacht, Ferienprojekte, Kinderfeste, Elternangebote für Kinderfreizeit oder ähnliches)
    • bei Bedarf Unterstützung und Begleitung der Eltern bei Gesprächen mit Lehrern oder Psychologen
    • Vermittlung externer Hilfen bzw. Kontaktanbahnung in allen notwendigen
    • Bereichen alltagspraktische Hilfen als Hilfe zur Selbsthilfe

    Besonderheiten und Angebote in der Gruppe

    • Projektarbeit
    • Gruppenübergreifende Feriengestaltung
    • Gemeinsamer Tagesausflug im Sommer
    • Organisation von Elternangeboten
    • Gestaltung von Höhepunkten für Eltern und Kinder durch die Tagesgruppe (Muttertag, Sommerfest, Weihnachtsfeier…)
  • 7. Qualitätssicherung

    Unter Maßnahmen der Qualitätssicherung und Entwicklung verstehen wir formalisierte, standardisierte und geordnete Teilprozesse, die der Beständigkeit und/ oder der kontinuierlichen Verbesserung unserer einrichtungsspezifischen Qualität dienen.

    Hierzu zählen:

    • Mitarbeiterqualifizierung, externe und interne Fortbildungen
    • Arbeitsorganisation, Arbeitsvorbereitung, Koordination
    • Dokumentation von Hilfeverläufen, Entwicklungsberichte, Aktennotizen, Erstellung von Dienstplänen, Protokolle von Beratungen und AG Tätigkeiten, Hilfeplankonferenzen,
    • Verlaufsdokumentation über objektive Erhebungsinstrumente
    • Vernetzung und Kooperation der ambulanten und stationären Bereiche
    • Kooperation mit Netzwerken
    • Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt / Vormund
    • Fachliche Reflexion, Team – und Fallberatungen
    • Supervision
    • Dokumentation von Besonderheiten
    • Krisenmanagement
    • Anleitungen von Praktikanten
    • Konzeptionelle Weiterentwicklung (Standards)
    • Arbeit mit dem sexualpädagogischen Konzept
    • Partizipation und Beschwerdemanagement
    • Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz
    • Arbeit am Qualitätshandbuch – Qualitätsmanagement
    • Bauliche Entwicklung und Investitionen

    Im Rahmen der Qualitätssicherung führen wir eine kontinuierliche Konzeptentwicklung durch. Darüber hinaus sind speziell abrufbare, interne Angebote wie Beratung, Prozessbegleitung und Kriseninterventionen als qualitätserweiternd zu sehen.

    Entsprechend des Datenschutzgesetzes verpflichtet sich der Einrichtungsträger, einen den Bestimmungen des SGB VIII entsprechenden Schutz der Sozialdaten bei ihrer Erhebung, Verarbeitung und Nutzung zu gewährleisten.

    Die genauen Leistungsbeschreibungen werden bei Bedarf zugesandt.

    Die verhandelten Entgelte sind vorhanden und werden ebenfalls bei Bedarf übermittelt.

Gruppe Elbhafen

DRK Kinder und Jugendhäuser „Anne Frank“
Heerenerstr. 29a
39590 Tangermünde

Tagesgruppe "Elbhafen"
Teamleiterin: Frau Brose

Tel.: 039322 / 72 21 17
Fax: 039322 / 72 21 55
tg@drk-stendal.de

 

Gruppe Tangerhafen

DRK Kinder und Jugendhäuser „Anne Frank“
Heinrich- Rieke Ring 3a
39517 Tangerhütte

Haus Kinderoase
Tagesgruppe "Tangerhafen“

Tel.: 03935 / 21 12 61
kjh-kinderoase-tg-drk-sdlhotmail.de