Gruppe 2 | Mä-GsGruppe 2 | Mä-Gs

Gruppe 2 | Mä-Gs

Ansprechpartner

Einrichtungsleitung
Birgit Schleinig:
b.schleinigdrk-stendal.de

Elfi Kobielski:
e.kobielski@drk-stendal.de

Mareen Schöndube:
m.schoendubedrk-stendal.de

DRK Kinder- und Jugendhäuser „Anne Frank“
Heerener Straße 29
39590 Tangermünde

Tel.: 039322 / 72 21 10
Fax: 039322 / 72 21 30

Wir freuen uns, dass Sie sich für das Konzept der Mä-Gs-Gruppe interessieren.

  • 1. Art der Einrichtung

    stationäre- integrative Mädchengruppe mit 8 Plätzen


    1.1 Gesetzliche Grundlagen

    • Betreuung von Mädchen im Alter von 10 bis 18 Jahren ( längstens bis 21 Jahre) gemäß § 27 i. V. m. den §§ 34, 35 und 42 SGB VIII
    • Betreuung von 2 geistig behinderten Mädchen ist gemäß den §§ 53, 54 SGB XII integrativ möglich

    1.2 Belegung

    Im Haus (Etage) befinden sich 3 Einzelzimmer und 3 Doppelzimmer. Den Bewohnern stehen 1 Wohn-und Küchenbereich, 2 Bäder zur Verfügung.

    Des Weitern gibt es ein Erzieherzimmer, ein Hauswirtschaftsraum und ein Abstellraum.

    Zur Gemeinsamen Nutzung (auch Gruppenübergreifend) gibt es ein Sportraum, ein Entspannungsraum, ein Gruppenraum und 2 Spiel- und Sportplätze.

    Art der Versorgung:

    • Selbst- und Eigenversorgung durch Einkauf aller Lebensmittel und hauswirtschaftlichen Bedarf
    • Eigenständige Zubereitung der Mahlzeiten

    1.3. Fachpersonal

    Personalschlüssel 1: 1,46

    Die Pädagogischen Mitarbeiter des Hauses sind qualifizierte Fachkräfte,

    • 4 staatlich anerkannte Erzieherinnen ( Schichtarbeit, Nachtbereitschaft)
    • 1 Sozialpädagogin
    • 1 Heilpädagogin
    • Lehrerin (gruppenübergreifend)
    • Psychologin (gruppenübergreifend)

    Zusatzqualifikationen:

    • Systemische Beraterin
    • Entspannungspädagogin
    • Trauma Pädagogin

    Wirtschaftsbereich: 1 Hausfrau, gruppenübergreifend 1 Hausmeister.

    Leitung und Verwaltung Tangermünde: Einrichtungsleiterin

    Pädagogische Leiterin

    Haushaltssachbearbeiterin

  • 2. Zielgruppe

    Das Angebot wird vorgehalten für Mädchen ab 10 Jahren, nach SGB VIII und SGB XII

    Zielgruppe:

    • Mädchen, die auffällig in ihrer sozialen Entwicklung sind
    • reaktive Störungen zeigen z. B. auf Grund familiärer Belastungen
    • auffällig sind im Sozial- und Leistungsverhalten
    • wenn ambulante Hilfen nicht mehr greifen
    • die nach traumatischen Erfahrungen, z. B. Missbrauch zur Ruhe kommen sollen
    • wenn die Dynamik der Herkunftsfamilie so belastend ist, dass ein kurzzeitiges Loslösen vom Familienverband notwendig wird, um eine weitere Verfestigung der Problematik zu verhindern
    • Mädchen mit wesentlich geistigen Behinderungen = Leistungstyp 1a (Leistungen werden im Anhang der Leistungsbeschreibung beschrieben)
    • Mädchen, mit einer Lernbehinderung
  • 3. Aufnahme und Ausschlusskriterien

    Aufnahme nach Anfrage

    • Persönliches Vorgespräch und Besichtigung der Gruppe
    • Probezeit = 8 – 12 Wochen
    • Nach 6 Wochen wird ein Situationsbericht erstellt, in dem Empfehlungen für weiterführende Ziele gegeben werden
    • Im darauffolgenden Hilfeplangespräch werden die Ziele und die weitere Perspektive Besprochen

    Ausschlusskriterien

    Nicht aufgenommen werden Mädchen

    • wenn es an Freiwilligkeit und dauerhafter Mitwirkung fehlt
    • mit akuten kinder- und jugendpsychiatrischen Erkrankungen (Diagnosen), welche eine vorrangige stationäre psychiatrische Behandlung bedürfen,
    • die eine schwerstkörperlich- und geistige Behinderung mit erhöhten Pflegeaufwand haben
    • sowie Mädchen mit erhöhter Gewaltbereitschaft, Zündler bzw. Brandstifter

    Drogen

    Was führt zu einer sofortigen Entlassung:

    • Drogenfund im Haus bei dem Bewohner/ in
    • Verteilung der Drogen an andere Bewohner /innen
    • Konsumierung von „harten“ Drogen z. B. Crack, Amphetamine, Kokain, Heroin, Chystal Meths…

    Konsum von „weichen“ Drogen (wie Cannabis, Marihuana…) ist nicht erwünscht. Beim Nachweis durch einen Drogentest, passiert folgendes:

    • Gruppeninterne Konsequenzen (besprochen im Team)
    • Gespräch mit Heiminterner Psychologin
    • Ambulante Therapie
    • Drogentest in regelmäßigen Abständen
    • Info an Sorgeberechtigten, an das Jugendamt (eventuelle Gesprächstermine)

    Sollte der Alltag nicht mehr bewältigt werden (kein Schulbesuch, auffälligen Verhalten in der Gruppe, Eigen- und Fremdgefährdung, Nichteinhalten der Ausgangszeiten, Fernbleiben über Nacht …., erfolgt die sofortige Einweisung in die Psychiatrie zur stationären Therapie.

    Werden die Maßnahmen vom Jugendlichen abgelehnt, führt es zur Entlassung bzw. Beendigung der HzE Maßnahme in unserer Einrichtung.

  • 4. Ziele

    Unser Ziel ist es, jedes Mädchen nach seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten zu fördern und zu begleiten:

    • Förderung individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten
    • Defizite erkennen, reduzieren und minimieren
    • Ressourcen- und Lösungsorientiertes Arbeiten – „Stärken stärken“
    • Erlernen und einhalten von Regeln

    Unsere Arbeit ist ausgerichtet auf den persönlichen Lebensweg der Mädchen:

    • Rückführung in die Herkunftsfamilie
    • Vorbereitung auf Pflegefamilie
    • Trainingswohnen / Betreutes Wohnen / eigener Wohnraum
    • Werkstatt für Behinderte – Wohnheim

    Die Ziele werden gemeinsam mit den Mädchen, dem Jugendamt, den Eltern, individuell im Hilfeplan erarbeitet.

  • 5. Methoden und Arbeitsprinzipien

    5.1. Hilfe und Erziehungsplanung

    • halbjährlich mit den Mädchen, dem Jugendamt / Sozialamt, den Sorgeberechtigten und den Erziehern
    • halbjährliche Dokumentation des Entwicklungsstandes durch die Erzieherinnen (Entwicklungsberichte)
    • bei Kriseninterventionen enge Zusammenarbeit mit den Jugendämtern
    • Verhaltenstherapeutisches Arbeiten
    • Führen eines Tagebuchs für jedes Mädchen
    • Tägliches Auswertungsgespräch mit jedem Mädchen (Eigenreflexion des Tages, Auswertung mit Hilfe eines verhaltenstherapeutischen Plans)
    • Schaffung von Alltagsstruktur und Erlernen von Alltagskompetenzen
    • Intensives Training von sozialen Kompetenzen
    • Übertragung von Verantwortung im Alltag
    • Einhaltung und Erlernen von Regeln und Grenzen, Schaffung Alltagsstruktur
    • Anleitung im hauswirtschaftlichen Bereich
    • Fachlich fundierte und kontinuierliche Zusammenarbeit mit Eltern, Ämtern, Ärzten, Therapeuten, Schulen und Beratungsstellen

    5.2. Eltern- und Familienarbeit

    • wird individuell auf vorhandene Ressourcen und Bedürfnisse der Beteiligten abgestimmt, Grundlage ist der Hilfeplan
    • regelmäßige Kontakte (Telefonate, Beurlaubungen, Besuche)
    • Angebot von Elterncoaching
    • Informationsmaterialien (Elternbrief)
    • Einladung zu regelmäßigen Veranstaltungen (Sommerfest, Sportfest; Elternnachmittag, Weihnachtsfeier)

    5.3. Freizeitangebote:

    • täglich individuelle Angebote in der Gruppe
    • Feriengestaltung mit gemeinsam geplanten und durchgeführten Projekten
    • Urlaubsfahrten mindestens 1x jährlich
    • Tagesausflüge
    • Traditionelle Veranstaltungen = Sommerfest, Lehrerherbstfest, Familiennachmittage
    • Projekte zur Grenzerfahrung ( Kletterprojekt in Rabenberg und Schweiz)

    Nutzung der Freizeitangebote der Stadt -Sportvereine, Feuerwehr, Schüler- und

    Jugendclub, Freibad, Reitverein

  • 6. Besonderheiten
    • tägliche Hilfe und Unterstützung bei der Erledigung der Hausaufgaben durch eine einrichtungsinterne Lehrerin
    • Enge Zusammenarbeit mit den Schulen, 2-mal im Jahr Lehrer Nachmittag in der Gruppe
    • Aufarbeitung der Vergangenheit mit der heiminternen Psychologin in Einzel- und Gruppengesprächen
    • Arbeit in Psychodramagruppen
    • Aufklärung und Prävention im Gruppenalltag und in speziellen Projekten
    • Mitwirkung der Mädchen im Heimbeirat
    • Arbeit mit therapeutischen Verhaltensplänen, Eigenreflexion über gestellte Ziele
    • monatliche Gruppenstunden

    Gruppenübergreifende Angebote (auch durch Zusatzqualifikation)

    Entspannung, Gartenprojekt, Theaterprojekt, Schwarzlicht, Singegruppe, Fitness an Sportgeräten, Soziales Kompetenztraining (Kinderpsychodrama), Musik und Rhythmustraining, Sport und Bewegung (Jogging, Tanz, Zumba), Anti – Aggressionstraining, Lesezirkel, Erlebnispädagogische Projekte (Klettern, Trekkingtour), Projekt „Meine Stadt und Umgebung – Wo komm ich her“

    Besonderheiten und Angebote in der Gruppe

    Mädchenspezifische Projekte:

    • Körperarbeit, Sexualberatung, Kochen, Gesunde Ernährung, Kosmetische Beratung, Musik und Singen, Tanzen, Bewegung und Gerätesport, Entspannung, Radtouren, Reiten monatlich
  • 7. Qualitätssicherung

    Unter Maßnahmen der Qualitätssicherung und Entwicklung verstehen wir formalisierte, standardisierte und geordnete Teilprozesse, die der Beständigkeit und/ oder der kontinuierlichen Verbesserung unserer einrichtungsspezifischen Qualität dienen.

    Hierzu zählen:

    • Mitarbeiterqualifizierung, externe und interne Fortbildungen
    • Arbeitsorganisation, Arbeitsvorbereitung, Koordination
    • Dokumentation von Hilfeverläufen, Entwicklungsberichte, Aktennotizen, Erstellung von Dienstplänen, Protokolle von Beratungen und AG Tätigkeiten, Heimbeirat, Hilfeplankonferenzen,
    • Verlaufsdokumentation über objektive Erhebungsinstrumente
    • Nachtdienste werden von Fachpersonal abgesichert
    • Vernetzung und Kooperation der ambulanten und stationären Bereiche
    • Kooperation mit Netzwerken
    • Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt / Vormund
    • Fachliche Reflexion, Team – und Fallberatungen
    • Supervision
    • Dokumentation von Besonderheiten
    • Krisenmanagement
    • Anleitungen von Praktikanten
    • Konzeptionelle Weiterentwicklung (Standards)
    • Arbeit mit dem sexualpädagogischen Konzept
    • Partizipation und Beschwerdemanagement
    • Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz
    • Arbeit am Qualitätshandbuch – Qualitätsmanagement
    • Bauliche Entwicklung und Investitionen
    • Konzeptionelle Weiterentwicklung (Standards)
    • Elterncoaching

    Im Rahmen der Qualitätssicherung führen wir eine kontinuierliche Konzeptentwicklung durch. Darüber hinaus sind speziell abrufbare, interne Angebote wie Beratung, Prozessbegleitung und Kriseninterventionen als qualitätserweiternd zu sehen.

    Entsprechend des Datenschutzgesetzes verpflichtet sich der Einrichtungsträger, einen den Bestimmungen des SGB VIII entsprechenden Schutz der Sozialdaten bei ihrer Erhebung, Verarbeitung und Nutzung zu gewährleisten.

    Die genauen Leistungsbeschreibungen werden bei Bedarf zugesandt.

    Die verhandelten Entgelte sind vorhanden und werden ebenfalls bei Bedarf übermittelt.

  • 8. Kontaktdaten der Gruppe

    DRK Kinder- und Jugendhäuser „Anne Frank“
    Gruppe 2 | Mä-Gs
    Heerenerstr. 29 a
    39590 Tangermünde

    Teamleiterin: Frau Schedler

    Tel.: 039322 / 72 21 19
    Fax: 039322 / 72 21 50
    gruppe2drk-stendal.de