Eine junge Frau bei der Schwangerschafts-Beratung des DRK.
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Familienhilfe

Ansprechpartner

Einrichtungsleitung
Birgit Schleinig:
b.schleinigdrk-stendal.de

Elfi Kobielski:
e.kobielski@drk-stendal.de

Mareen Schöndube:
m.schoendubedrk-stendal.de

DRK Kinder- und Jugendhäuser „Anne Frank“
Heerener Straße 29
39590 Tangermünde

Tel.: 039322 / 72 21 10
Fax: 039322 / 72 21 30

Wir freuen uns, dass Sie sich für das Konzept unserer Familienhilfe interessieren. 

  • 1. Art der Einrichtunhg

    Das Angebot ist eine lebens- und ressourcenorientierte, intensive ambulante Erziehungshilfe und wird im häuslichen Rahmen und Lebensumfeld der Familien geleistet.
    Das Team der Familienhilfe setzt sich aus der sozialpädagogischen Familienhilfe und der alltagsorientierten Familienhilfe zusammen. Somit haben wir ein Pool von Familienhelfern, die je nach Qualifizierung bzw. Ausbildung in den Familien tätig werden.
    Das Büro der Familienhelfer befindet sich in der Einrichtung der DRK Kinder und Jugendhäuser in der Heerener Str. 29 a in Tangermünde.
    Das Büro dient als Anlaufstelle und Kontaktadresse.

    1.1 Gesetzliche Grundlagen

    - SPFH gemäß § 27 i. V. m. dem § 31 SGB VIII
    - Alltagsorientierte Familienhilfe gemäß § 27 Abs. 2 SGB VIII

    1.2 Belegung

    Auf dem Gelände der DRK Kinder und Jugendhäuser in der Heerener Str. 29 a befindet sich im Obergeschoss das Büro der Familienhelfer. Für Teamberatungen, Fallbesprechungen, Supervisionen und Fortbildungen steht der Versammlungsraum zur Verfügung.
    Die Aufträge für die Familienhelfer werden durch den ASD – Jugendamtsmitarbeiter/ in vermittelt.
    Zur Psychodramatischen Gruppenarbeit gibt es in Stendal, Stadtseeallee 100 eine Einraumwohnung, dort finden Gruppentherapeutische Sitzungen statt. (Kinderpsychodrama, Elterngruppen und Eltern- Kind- Gruppen)

    1.3. Fachpersonal

    Die Pädagogischen Mitarbeiter der Familienhilfe sind qualifizierte Fachkräfte,

    • 9 staatlich anerkannte Erzieher/ innen

    Zusatzqualifikationen:

    • 2 Psychodrama – Leiter
    • 1 Kinder- Psychodrama – Leiter
    • 1 Systemische Beraterin
    • 2 Entspannungspädagogen
    • 1 Kinder und Jugendberater
    • 1 Kinderschutzfachkraft

    Leitung und Verwaltung Tangermünde: 

    • Einrichtungsleiterin
    • Pädagogische Leiterin
    • Haushaltssachbearbeiterin
  • 2. Zielgruppe

    Die Familienhilfe ist eine Dienstleistung, die im Auftrag des Jugendamtes von pädagogischen Fachkräften erbracht wird. 
    Die Familienhilfe wendet sich an Familien und Lebensgemeinschaften mit minderjährigen Kindern, die durch eigene Sozialdefizite oder durch Änderung der Familienstruktur mit der Erziehung, Bildung und Versorgung ihrer Kinder überfordert sind, deren Selbsthilfekräfte zur Bewältigung von akuten oder strukturellen Krisen nicht mehr ausreichen und die einer Hilfe mit aufsuchendem Charakter bedürfen. Krisen- und Problemsituationen können durch folgende Faktoren ausgelöst sein:

    • Erziehungsschwierigkeiten unterschiedlichster Art und Ursachen
    • Beziehungsstörungen zwischen den Ehepartnern oder innerhalb der Familie
    • Veränderungen in der Familie, z. B. durch Trennung der Eltern, Tod eines
    • Familienmitglieds oder bei Rückkehr von Kindern aus einem Heim oder einer Pflegefamilie
    • Überforderung von alleinerziehenden Elternteilen
    • unzureichende Einkommens- und Wohnverhältnisse, hohe Verschuldung;
    • mangelnde Haushaltsführung und – Planung
    • mangelnde gesundheitliche Grundversorgung der Familienmitglieder
    • Auswirkungen von Behinderungen
    • Belastung durch Alkohol und Süchten
    • Auftreten von Missbrauchssituationen
    • Kontaktprobleme zum sozialen Umfeld, wie z. B. gegenüber von Behörden, Schulen,
    • sozialen Einrichtungen etc.

    Voraussetzung für die Begleitung der Familien ist eine dem Wohl des Kindes nicht entsprechend gewährleistete Erziehung und die Notwendigkeit sowie Eignung dieser Hilfeform. Hierzu entscheidet das Jugendamt. Weiterhin werden Freiwilligkeit und der Wunsch der Familien nach einer Veränderung der Situation vorausgesetzt.

    Familien mit folgenden Problemen können nicht von uns begleitet werden:

    • wenn Eltern oder Kinder eine Fremdplatzierung vorziehen
    • wenn Kindeswohl gefährdet ist und eine Fremdplatzierung angezeigt ist
    • bei akuter Suizidgefährdung
  • 3. Ziele
    1. Hilfe zur Selbsthilfe in allen Lebensbereich
    2. Mobilisierung, Befähigung und Stabilisierung eines jeden Familienmitgliedes und/oder der gesamten Familie bei der Bewältigung und Organisation des Alltags,
    3. Eigenständige, aktive dauerhafte Planung und Organisation des Lebens sowie Integration in das soziale Umfeld. Aufbau eines sozialen Netzwerkes. 
    4. Erhalt des Familienverbundes und die Vermeidung einer Fremdunterbringung
    • Die Eltern werden zunehmend befähigt, alles was für die Kindererziehung von Nöten ist, selbst zu tun, Ausnahmen können die Unterstützung bei der Erledigung der Hausaufgaben sein, übernimmt diese Aufgabe der Erzieher, sollte es im Hilfeplan geregelt werden.
    • Training, Einüben, Anwenden und dauerhaftes Vertiefen erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten durch die Familienmitglieder, Vormachen, Nachmachen und üben.
    • Vereinbarungen, Absprachen zukünftiger Handlungen, Hilfeplangestaltung - Zielorientierung mündlich und schriftlich.
    • Vernetzung, Inanspruchnahme von Fremdhilfen, Zusammenarbeit mit Institutionen, Kindergärten, Schulen usw., Termine nehmen die Eltern eigenverantwortlich war, Teilnahme der Familienhelfer nach Absprache. Anleitung zur Freizeitgestaltung, Aufzeigen von Freizeitmöglichkeiten für die Kinder und den gesamten Familienverband mit dem Ziel, durch positive gemeinsame Erlebnisse, den Familienverband zu stärken.

    Die Lebenslagen von Familien, Kindern und Jugendlichen werden in ihrer Ganzheitlichkeit und als komplexes soziales System wahrgenommen. Auf dieser Grundlage wird der tatsächliche Hilfebedarf und nicht das „vorhandene“ Hilfsangebot den Hilfeverlauf bestimmen.

  • 4. Methoden und Arbeitsprinzipien

    Die Grundlagen der sozialpädagogische Familienhilfe nutzt die Vielzahl der Methoden der Sozialarbeit, wie Einzelfallhilfe und Gemeinwesen. Sie berücksichtigt dabei immer das gesamte Familiensystem. Der Familienhelfer erkennt Kommunikationsstrukturen und Interaktionsmuster. Er spiegelt und verdeutlicht sie der Familie, um dann gemeinsam mit ihr Ziele zu erarbeiten, Veränderungsprozesse einzuleiten und zu begleiten.

    • Strukturierung des Tages- und Wochenablaufes
    • intensive pädagogische Auseinandersetzung mit den Kindern und Jugendlichen und dem Setzen von Grenzen und dem gemeinsamen Bestimmen von Freiräumen
    • Förderung individueller Stärken und Talente, z. B. im musischen und sportlichen Bereich ( Organisation von AG – Teilnahmen)
    • Förderung im kognitiven und lebenspraktischen Bereich Entwicklungsförderung im fein- und grobmotorischen Bereich
    • Hausaufgabenbetreuung und schulische Förderung
    • Gesundheits- und Hygieneerziehung
    • Gestaltung von Freizeit, Sport und Spielangeboten, Organisation von Teilnahmen an Ferienangeboten und Festen sowie kulturpädagogischen Angeboten
    • Auseinandersetzung mit Impulsen, Stimmungen, Bedürfnissen und Interessen der Kinder und Jugendlichen im Kontext der Familie 
    • Eltern und Bezugspersonenarbeit
    • Gruppen und Einzelgespräche
    • Altersgerechtes Einüben von lebenspraktischen und auch behindertengerechten Fähigkeiten
    • Organisation zur Sicherstellung von notwendigen Therapien und Benutzung von Hilfsmitteln
    • Erziehungsplanung und entsprechende Entwicklungsdiagnostik, Hilfeplangespräche
    • Begleitung zum Besuch von Therapeuten, Ärzten, Fachärzten, Dokumentation, unter Einbeziehung der Eltern
    • Üben von Umgangsformen in den Familien in der Öffentlichkeit (Behördengänge, Arztbesuche, Freizeitangebote)
    • Förderung der Kontakte im sozialen Umfeld (Herkunftsfamilie, Freundeskreis und Bekannte, Außenkontakte zu gleichaltrigen Kindern und Jugendlichen)
    • Intensive Elternarbeit (systemische Beratungsgespräche, Familienbrett, Genogrammarbeit)

    Die methodischen Grundsätze, der alltagsorientierten Familienbegleitung, sind:

    • Krise als Chance für einen Neuanfang zu sehen
    • Orientierung an Stärken und Ressourcen
    • Systemisches Denken und Handeln
    • Arbeiten mit Zielvereinbarungen und Schlussfolgerungen
    • Netzwerkarbeit/ Gemeinwesen Orientierung

    In Krisensituationen nehmen Familien erfahrungsgemäß bereitwilliger Hilfen in Anspruch. Der Wille zur Veränderung ist in der Regel höher. Gleichzeitig werden auch Energien für neue Wege und Erkenntnisse freigesetzt. Die Erwachsenen aber auch die Kinder möchten aus der Krise heraus und ihre Familien erhalten. Oftmals wachsen die Familienmitglieder über sich hinaus und wagen den Neuanfang. Dabei benötigen sie Stärkung und Motivation, bereits kleine Erfolge werden von den Fachkräften gewürdigt. Bei einer akuten Krisensituation ist es in der Regel erforderlich sich zunächst mit dem Symptomträger (Kind) zu befassen. Es ist dann sinnvoll, einen systemischen Berater hinzuzuziehen. Mit Hilfe von speziellen Techniken (Arbeit mit dem Familienbrett, Genogrammarbeit) können Familiensysteme analysiert und Entwicklungspotenziale aufgedeckt werden.

    Der Familienbegleiter setzt sich mit dem Familiensystem auseinander, deckt Stärken und Ressourcen auf. Er agiert unparteiisch, lässt Schuldzuweisungen nicht zu. Seine Interventionen sind von der Methodik her verhaltens- und gesprächstherapeutisch angelegt. Der Familienbegleiter hinterfragt die in der Familie geltenden Kommunikations- und Verhaltensregeln, Erziehungspraktiken und Konfliktstrategien. Es werden innerhalb der Familien Verhaltensmöglichkeiten erlernt (Muster vorgeben, nachmachen) und konsequent angewendet.

    Mit Hilfe von Zielvereinbarungen und Kontrakten wird Schritt für Schritt

    Verhaltensänderungen und Problemlösungen angestrebt. Schritte und Teilschritte werden gemeinsam mit den Familienmitgliedern erarbeitet.

    Der Familienbegleiter gestaltet die Zielvereinbarungen so, dass eine Transparenz für die Familienmitglieder gegeben ist. Diese ermöglicht die Reflexion der erreichten Ziele, sowie die Planung von neuen gemeinsamen Aufgaben.

    Individuell können in den Familien auch unterschiedliche Hilfen wirksam werden. Die Netzwerkarbeit ist dann besonders wichtig. Zum Beispiel kann ein Kind zusätzlich eine Tagesgruppe besuchen, einen Erziehungsbeistand erhalten usw. Der Familienbegleiter benötigt in diesem Fall einen noch klareren Arbeitsauftrag, welcher gemeinsam mit dem Jugendamt und der Familie erarbeitet wird.

    Eine enge Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern vom Jugendamt ist eine wichtige Voraussetzung für das erfolgreiche Wirken in den Familien.

  • 5. Besonderheiten

    Kontinuierliche Gruppenarbeit mit psychodramatischen Methoden - 2- 4 x im Monat

    Diese Gruppenarbeit findet in Stendal in der Stadtseeallee 100 statt.

    Kindergruppe

    • Soziales Kompetenztraining, Erweiterung des Rollenverhaltens, Entspannungs-, Wahrnehmungs- und Achtsamkeitsübungen

    Elterngruppe (ohne Kinder)

    • Austausch über Entwicklungen zu Bindung / Beziehung
    • Konfliktlösungstraining
    • Entspannungsübungen

    Elterngruppe mit Kindern

    • Training von Eltern- Kind- Interaktionen
    • Entwicklung der Wahrnehmung von Bedürfnissen der Kinder

    Während der Ferienzeit Angebote für Kinder und Eltern

    • Gruppenerlebnisse miteinander in entspannter Atmosphäre
    • Ressourcenorientiertes Entdecken von gemeinsamer Freizeitgestaltung im Umfeld der Familie
    • Gemeinsame Projekte wie z. B. Kochen und gesunder Ernährung
  • 6. Qualitätssicherung

    Unter Maßnahmen der Qualitätssicherung und Entwicklung verstehen wir formalisierte, standardisierte und geordnete Teilprozesse, die der Beständigkeit und/ oder der kontinuierlichen Verbesserung unserer einrichtungsspezifischen Qualität dienen.

    Hierzu zählen:

    • Mitarbeiterqualifizierung, externe und interne Fortbildungen
    • Arbeitsorganisation, Arbeitsvorbereitung, Koordination
    • Dokumentation von Hilfeverläufen, Entwicklungsberichte, Aktennotizen, Erstellung von Dienstplänen, Protokolle von Beratungen und Hilfeplankonferenzen,
    • Verlaufsdokumentation über objektive Erhebungsinstrumente
    • Vernetzung und Kooperation der ambulanten und stationären Bereiche
    • Kooperation mit Netzwerken
    • Zusammenarbeit mit dem zuständigen Jugendamt
    • Fachliche Reflexion, Team – und Fallberatungen
    • Supervision
    • Dokumentation von Besonderheiten
    • Krisenmanagement
    • Anleitungen von Praktikanten
    • Konzeptionelle Weiterentwicklung (Standards)
    • Arbeit mit dem sexualpädagogischen Konzept
    • Partizipation und Beschwerdemanagement
    • Öffentlichkeitsarbeit und Transparenz
    • Arbeit am Qualitätshandbuch – Qualitätsmanagement
    • Bauliche Entwicklung und Investitionen
    • Konzeptionelle Weiterentwicklung (Standards)

    Im Rahmen der Qualitätssicherung führen wir eine kontinuierliche Konzeptentwicklung durch. Darüber hinaus sind speziell abrufbare, interne Angebote wie Beratung, Prozessbegleitung und Kriseninterventionen als qualitätserweiternd zu sehen.

    Entsprechend des Datenschutzgesetzes verpflichtet sich der Einrichtungsträger, einen den Bestimmungen des SGB VIII entsprechenden Schutz der Sozialdaten bei ihrer Erhebung, Verarbeitung und Nutzung zu gewährleisten.

    Die genauen Leistungsbeschreibungen werden bei Bedarf zugesandt.

    Die verhandelten Entgelte sind vorhanden und werden ebenfalls bei Bedarf übermittelt.

  • 7. Kontaktdaten der Gruppe

    DRK Kinder und Jugendhäuser „Anne Frank“
    Heerenerstr. 29a
    39590 Tangermünde
    Teamleiterin: Frau Rosenbaum

    Mobil Frau Rosenbaum: 0152 / 02 38 61 61 
    Mobil Frau Richter: 0178 / 45 86 26 8

    Tel.: 039322 / 72 21 14
    Mobil: 039322 / 72 21 50
    familienhilfedrk-stendal.de