Erste Hilfe Kurse

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Anschrift:
Kirchstr. 1
39590 Tangermünde

Tel:   
039322 – 2339 
039322 – 738418

Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Östliche Altmark e.V.

Kinder- und Jugendhäuser "Anne Frank"
39590 Tangermünde, Kirchstraße 1
Einrichtungsleiterin: Frau Birgit Schleinig
Tel. Leitung 039322 - 2339

Fachkraft:

Frau Rosenbaum

Tel. 039322 - 738418

      

Familienhilfe

Stand 2013

Art der Einrichtung

Intensive ambulante alltags- und lebensfeldorientierte Erziehungshilfe in der Familie mit aufsuchendem Charakter
- SPFH: werktags von Montag bis Freitag
- Alltagsorientierte Familienhilfe: täglich

Gesetzliche Grundlagen:
§ 27  Abs. 2 SGB VIII
§ 31 SGB VIII – Sozialpädagogische Familienhilfe
Sozialpädagogische Familienhilfe soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen, im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie ist in der Regel auf längere Dauer angelegt und erfordert die Mitarbeit der Familie.

Fachpersonal

11 Fachkräfte:
7 Abschlüsse als staatlich anerkannte Erzieher
4 Abschlüsse als Fachkraft für soziale Arbeit

Zusatzausbildungen der Fachkräfte:

systemische Beraterin
Entspannungspädagogin
Trainerin für autogenes Training
Grundkurs in Gebärdensprache
Familien und Jugendberater
Psychodrama – Assistentinnen
Psychodrama – Leiter

Zielgruppe

Familien und Lebensgemeinschaften mit minderjährigen Kindern in Überforderung bei der Erziehung, Bildung und Versorgung der Kinder aufgrund eigener Sozialdefizite oder durch Änderung der Familienstruktur, deren Selbsthilfekräfte zur Bewältigung von akuten oder strukturellen Krisen gering ausgebildet sind und die einer Hilfe mit aufsuchendem und beratendem Charakter bedürfen.
 
Familien, die in unterschiedlichen Lebensbereichen alltagsorientierte Unterstützung und Begleitung benötigen:
- bei ökonomischen Problemen
- bei sozialen Problemen
- bei biografischen Problemen

Aufnahme

Eignung der Hilfe und Entscheidung der Notwendigkeit durch das Jugendamt. Bereitschaft der Familie zur Mitarbeit.
Bei Einsätzen in Familien mit psychischen Erkrankungen ist zu prüfen, ob das Krankheitsbild und die Motivation der Restfamilie eine Zusammenarbeit ermöglichen.

Ziele

1. Hilfe zur Selbsthilfe in allen Lebensbereichen,
2. Mobilisierung, Befähigung und Stabilisierung eines jeden Familienmitgliedes und/oder der gesamten Familie bei der Bewältigung und Organisation des Alltags,
3. eigenständige, aktive dauerhafte Planung und Organisation des Lebens sowie Integration in das soziale Umfeld.
Aufbau eines sozialen Netzwerkes.
4. Informationen geben zu aktuellen Themen, wie Bildungspaket, Kindeswohlgefährdung u.a.
5. Erhalt des Familienverbundes und die Vermeidung einer
 Fremdunterbringung.                                       

Methoden/Arbeitsprinzipien

Arbeitsschwerpunkt innerhalb der Familie:

Berücksichtigung des gesamten Familiensystems;
Analyse der Kommunikationsstrukturen, Erziehungsmuster und systemisch verankerte Probleme;
Einleitung und Begleitung von Veränderungsprozessen
durch:                                

- Reaktivierung und Stärkung vorhandener Eigenkräfte;
- Herausbildung neuer Handlungskompetenzen;
- Planung und Einhaltung von Terminen
- Entwicklung von Konflikt- und Krisenfähigkeiten;
- Entwicklung von alternativen Problemlösungsstrategien;
- Förderung und Sicherung von Entwicklungschancen für die Kinder und Jugendlichen;
- Ausbau von Familienübergreifenden, informellen und professionellen Hilfesystemen;

3-Phasen-Modell

1. Probephase:
Herstellung einer tragbaren Arbeitsbeziehung, Analyse der
Lebenssituation, Ressourcen und Fähigkeiten der Familie
Diagnose und Herausstellung des Hilfebedarfs und der Ziele bis
zum Hilfeplangespräch;

2. Hauptphase:
intensive Arbeit an den Zielen dabei vorhandene Ressourcen aktivieren, Strukturen aufbauen und festigen, neue Verhaltensweisen und Strategien erproben,  halbjährliche Hilfeplangespräche zur Reflexion der Ergebnisse und Neuorientierung zukünftiger Ziele;

3. Ablösephase:
Reduzierung des Stundenvolumens, um das selbstständige Probieren im Alltag zu ermöglichen, Stabilisierung erreichter Ziele und Erprobung der                
Eigenverantwortlichkeit bei Problemlösungen

Besonderheiten der SPFH

Leistungsangebot: Die Leistungen in der sozialpädagogischen Familienhilfe lassen sich in folgende Kategorien unterteilen, wobei sie in der praktischen Arbeit nicht gegeneinander abgegrenzt werden können:

Anleitung: Vermittlung neuer Wissensinhalte bzw. neuer Handlungsmuster, wie z. B. bei hauswirtschaftlichen Arbeiten, beim Kochen, im Umgang mit Säuglingen und Kleinkindern, zum Erziehungsverhalten, Gesundheitsverhalten, bei Behördengängen.

Beratung: Informationsvermittlung über Sachverhalte sowie psychosoziale Beratung bei der Bewältigung psychischer und/oder sozialer Probleme, Spannungen und Konflikte mit stetig wiederkehrenden Beratungsinhalten zur Erziehung, Partnerschaft, Trennung, Scheidung, Schwangerschaft, Entschuldung, Schule bzw. berufliche Perspektive, insbesondere durch systemische Beratung und Intervention sowie aktives Zuhören, Anamneseerhebung, Umdeutung, Arbeit mit Gleichnissen, Beobachtung und Sensibilisierung, Klärung und Austragung von Konflikten, Hilfestellung beim Erkennen von Situationen und Grenzsetzungen.

Training: Einüben, Anwenden und dauerhaftes Vertiefen erworbener Kenntnisse und Fähigkeiten durch die Familie bzw. einzelne Familienmitglieder, dabei Vormachen- Nachmachen – Üben, Rollenspiel, Bestärken und Erfolgskontrolle.

Vereinbarung: Absprachen zukünftiger Handlungen, mündlich wie auch schriftlich – Hilfeplan, Zielvereinbarungen, Aufträge der Familie.

Vernetzung: Heranführung an andere Hilfen, wie Eheberatung und Schuldenberatung, sowie Interaktion der Familie mit den Nachbarn, dem Bekanntenkreis, der Schule, dem Kindergarten oder den Behörden im Sinn der gemeinsamen Zielsetzungen.

Freizeitgestaltung: Aufzeigen sinnvoller Freizeitgestaltung
ohne große Ausgaben innerhalb der Familie durch gemeinsames Kochen und Backen, Bastelangebote, Spielrunden oder Ausflüge, Spielplatzbesuche – Chance für die Beziehungsgestaltung, da gemeinsame positive Erlebnisse stärkend auf die Beziehungen wirken.

Besonderheiten der Alltagsorientierten Familienhilfe

Die methodische Ausgestaltung der AOF orientiert sich an folgenden Kriterien:

„Intensive Betreuung und Begleitung der Familie in ihren Erziehungsaufgaben.“
- beratende Gespräche zur Unterstützung des Erziehungsgeschehens in den Familien
- Auseinandersetzung mit der Erziehungsfunktion, dem Erziehungsstil und dem erzieherischen Handeln
- Unterstützung in der Wahrnehmung der elterlichen Sorge innerhalb und außerhalb der Familien (Schule, Kita)
- Unterstützung bei der Organisation von Kinderbetreuungsmöglichkeiten
- Gemeinsames Spielen mit den Kindern und Eltern
- Entwickeln und Einüben von Umgangsregeln
- Klärung der Aufgabenverteilung in den Familien
- Stärkung und Erweiterung der Erziehungskompetenzen der Eltern
- Erschließen von Förderungsmöglichkeiten für die Kinder
- Entwicklung der familiären Ressourcen und Stabilisierung des Familiensystems
- Unterstützung bei der Lebensplanung
- Beziehungs- und Rollenklärung aller Familienmitglieder
- Erschließung von Angeboten im Wohnumfeld

„Intensive Begleitung der Familien bei der Bewältigung von Alltagsproblemen.“
- Unterstützung in der Alltagsgestaltung und Aufarbeitung von Alltagsproblemen
- Unterstützung bei administrativen Aufgaben
- Aufbau von Kommunikationsregeln und Umgangsformen
- Lebenspraktische Hilfen
- Hilfe bei der Schuldenregulierung
- Unterstützung bei Haushaltsangelegenheiten; Arbeiten mit Haushalts- und Finanzplänen
- Auf Wunsch: Begleitung bei Arztbesuchen und Behördengängen
- Gemeinsames Erarbeiten von Alltagsstrukturen
- Trainieren des Einhaltens von Terminen und Absprachen

„Intensive Betreuung der Familien bei der Lösung von Konflikten.“
- Bearbeitung der Konflikte und der Familienproblematik
- Allparteiliche Unterstützung der verschiedenen Konfliktpartner
- Vermittlung in Konflikt- und Krisensituationen                     

Qualitätssicherung

- ständige Weiterbildungen und regelmäßige Supervisionen
- teaminterne und offene Fallberatungen (Psychodramatische Fallberatung)
- regelmäßige Teamberatungen und – Coaching
- Vernetzung des ambulanten und stationären Bereiches
- Arbeitsgruppen zur  internen Qualitätssicherung
- ständige Weiterbildungen, wobei der Teilnehmer als Multiplikator in den Teams fungiert
- sexualpädagogisches Konzept
- Partizipation und Beschwerde Management
- Öffentlichkeitsarbeit

Im Rahmen der Qualitätssicherung führen wir eine kontinuierliche Konzeptentwicklung durch. Darüber hinaus sind speziell abrufbare, interne Angebote wie Beratung, Prozessbegleitung und Kriseninterventionen als qualitätserweiternd zu sehen.

Leitbild

Wir handeln systemisch und begleiten wertschätzend Familien in Krisensituationen, beraten lösungs- und ressourcenorientiert in einem Kontext von Nähe und Distanz.

Die Leistungsbeschreibungen werden bei Bedarf zugesandt.
Die verhandelten Entgeltvereinbarungen sind vorhanden und werden ebenfalls bei Bedarf verschickt.