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Altersgerechte Assistenzsysteme in Musterwohnung zu bestaunen

DRK Seniorenberatung beim Workshop "Digitale Daseinsvorsorge und Nachhaltigkeit" der Hochschule Magdeburg-Stendal

Die Wohnung „schaut“, wenn es Probleme gibt, denn oftmals helfen Systeme (z.B. der Hausnotrufknopf) nicht, da sie im Notfall einfach außerhalb der eigenen Reichweite liegen. Genau da setzt das Altersgerechte Assistenzsystem an. Verschiedenste Sensoren in der Wohnung ermitteln unterschiedlichste Daten, um diese mit dem typischen Verhalten des Bewohners abzugleichen und Unregelmäßigkeiten festzustellen. Ein Voralarm lotet aus, ob wirklich etwas vorgefallen ist, reagiert der Bewohner nicht, wird ein Notruf abgesetzt.


Im Rahmen des Workshops stellten Ute Friedrichsdorf und Ulrike Walkowiak, beide Seniorenberater des DRK Kreisverbandes, das Projekt der Altersgerechten Assistenzsysteme (AAL) vor. Derzeit wurden eine Musterwohnung sowie zwei Wohnungen des Betreuten Wohnens im DRK Senioren- und Betreuungszentrum „Am Schwanenteich“ mit dem System ausgestattet, um dieses zu erproben. Das geschieht in enger Zusammenarbeit und Absprache mit der Firma CIBEK, die das AAL-System zur Verfügung stellt.

Das Thema digitale Daseinsvorsorge und die Entwicklung im ländlichen Raum wird im demografischen Wandel der heutigen Zeit immer wichtiger. Wie können ältere Menschen so lange wie möglich aber eben auch so sicher wie möglich in ihrer Wohnung verbleiben und welche Voraussetzungen müssen sowohl vom Staat, den Pflegekassen aber auch auf technischer Seite geschaffen werden, um solche und ähnliche Selbstlernsysteme als unterstützendes und mitunter lebensretendes Hilfsmittel unerkannt in der Wohnung zu etablieren. Denn das System soll helfen aber nicht auffallen und schon gar nicht sensible Daten für andere sichtbar machen…


Das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr, das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie sowie das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration luden gestern, am 14. Juni, in Stendal Interessierte und Studierende der Hochschule Magdeburg-Stendal ein. Es fanden Präsentationen und Vorträge statt. „Die Themen zur Digitalen Daseinsvorsorge und ihr Beitrag zur Regionalentwicklung ländlicher Räume (Smart Region) umfassen das Digitale Dorf, Digitalisierung in der Forst- und Holzwirtschaft (Smart Forestry) sowie Digitalisierung in Agrarunternehmen (Smart Farming). Zur digitalen Daseinsvorsorge gehört ebenso die Frage, wie moderne E-Health-Infrastrukturen mittels Nutzung telemedizinischer Technologie den Gesundheitsbereich und das selbstbestimmte Leben in jedem Alter beeinflussen. Nicht zuletzt hilft die Zusammenarbeit der Landkreise beim Auf- und Ausbau kommunaler Geoportale und deren Vernetzung, die Potenziale der fortschreitenden Digitalisierung im Land Sachsen-Anhalt voll auszuschöpfen.“, informierte die Hochschule Magdeburg-Stendal.

15. Juni 2017 09:16 Uhr. Alter: 101 Tage